Das solltest du in Taghazout gemacht haben
Taghazout war früher ein unbekanntes Hippie-Dorf – heute kennt es jeder Surfer in Europa. Und das aus gutem Grund. Die Wellen hier zählen zu den konstantesten und schönsten des Atlantiks, das Klima ist fast ganzjährig mild und das Dorf selbst hat trotz des Tourismus seinen ursprünglichen Charme behalten. In diesem Beitrag zeige ich dir meine persönlichen Highlights, die du in Taghazout auf keinen Fall verpassen solltest.
1. Surfen am Anchor Point
Der Anchor Point ist einer der bekanntesten Surfspots Afrikas – und sobald man ihn zum ersten Mal sieht, versteht man sofort warum. Die langen Rechtswellen brechen hier unglaublich konstant und bieten Surfern auf fortgeschrittenem Niveau ein absolutes Erlebnis. Ich war selbst im Wasser und kann sagen: anspruchsvoll, aber unvergesslich. Wer noch nicht so weit ist, sollte sich trotzdem hierher aufmachen. Denn auch einfach nur zuzuschauen wie die Surfer diese Wellen reiten ist ein echtes Highlight. Der Sonnenuntergang vom Felsvorsprung aus macht das Ganze noch besser.

2. Surfen am Panorama Beach
Für Anfänger und alle die ihre ersten Wellen reiten wollen ist der Panorama Beach die deutlich bessere Wahl. Die Wellen sind weicher, der Einstieg einfacher und die Atmosphäre entspannt. Ich habe hier selbst ein paar Sessions gemacht und hatte eine tolle Zeit. Viele lokale Surfschulen haben ihren Stützpunkt direkt am Panorama Beach – Kurse lassen sich spontan vor Ort buchen.

3. Sonnenuntergang am Skatepark
Das war für mich persönlich das absolute Highlight in Taghazout. Der kleine Skatepark direkt im Dorf ist nachmittags voller Leben – Locals skaten, Touristen schauen zu, und wenn die Sonne langsam Richtung Atlantik sinkt, verwandelt sich der Ort in einen der schönsten Aussichtspunkte des Dorfes. Hier trifft sich dann das ganze Dorf, die Skater zeigen ihr Können und an Lagerfeuern wird gequatscht und der Sonnenuntergang genossen. Absolutes Muss in Taghazout und nicht grundlos mittlerweile sehr bekannt.



4. Durch Taghazout schlendern
Nimm dir unbedingt Zeit einfach durch das Dorf zu laufen. Die engen bunten Gassen, die Wände voller Street Art und der kleine Fischerhafen machen Taghazout zu einem Ort der zum Verweilen einlädt. Besonders empfehle ich die Läden entlang der Hauptgasse – hier findest du unter anderem die wunderschönen handgemachten Jacken von Anouri. Die Jacken werden aus marokkanischen Teppichen hergestellt und nach einem kurzen Gespräch mit dem Designer habe ich mir dort auch eine Jacke gekauft.



5. Tagesausflug ins Paradise Valley
Das Paradise Valley ist etwa eine Stunde Fahrt von Taghazout entfernt und ein absolutes Muss. Durch eine beeindruckende Schlucht fließt ein kristallklarer Fluss, und an mehreren Stellen kannst du von Felsen direkt ins türkisfarbene Wasser springen. Das ist genau das Abenteuer für das ich reise. Am besten nimmst du dir ein Taxi oder einen organisierten Tagesausflug – mit einem Mietwagen bist du aber noch flexibler.
Tipp: Der erste Canyon im Paradise Valley ist sehr überlaufen. Wenn du dem Fluss aber weiter folgst, kommst du zu einem wunderschönen Ort, der perfekt zum Entspannen und Klippenspringen ist.

6. Aourir erkunden
Das Nachbardorf Aourir, auch Banana Village genannt, liegt nur wenige Kilometer nördlich von Taghazout und lohnt sich auf jeden Fall für einen Abstecher. Das Dorf ist deutlich weniger touristisch als Taghazout und gibt dir einen authentischeren Eindruck des marokkanischen Alltags. Jeden Mittwoch findet hier ein großer Wochenmarkt statt mit frischem Obst, Gewürzen und lokalen Produkten zu günstigen Preisen. Wer etwas Zeit mitbringt, wird hier definitiv fündig.

7. Drinks und Sonnenuntergang bei Dfrost
Taghazout ist eine trockene Stadt im islamischen Sinne – Alkohol ist in den meisten Lokalen nicht erhältlich. Dfrost ist aber trotzdem die perfekte Adresse für Sundowner. Die Lage mit Blick auf den Atlantik ist kaum zu toppen und die Atmosphäre genau das was man nach einem langen Surf- oder Wandertag braucht. Früh kommen lohnt sich, die Plätze mit dem besten Ausblick sind schnell weg.
8. Cookies bei Sozi Cookies
Klingt vielleicht nach einer Kleinigkeit – ist aber ein echtes Highlight. Die Cookies bei Sozi Cookies sind wirklich außergewöhnlich gut und haben mir die Reise kulinarisch versüßt. Der Ausblick aufs Meer macht den Besuch natürlich noch besser.

Wann ist die beste Reisezeit für Taghazout?
Die beste Reisezeit für Taghazout als Surfer ist von Oktober bis April. In dieser Zeit liefert der Atlantik die konstantesten und größten Wellen. Wer nicht primär surft, ist von März bis Mai am besten aufgehoben – die Temperaturen sind angenehm warm, es regnet kaum und die Hochsaison ist noch nicht auf ihrem Höhepunkt.

Wie komme ich nach Taghazout?
Ich bin nach Agadir geflogen – der Flughafen Agadir Al Massira wird von vielen europäischen Städten direkt angeflogen, auch von mehreren Billigfluglinien. Von dort nach Taghazout sind es etwa 20 Kilometer. Für günstige Taxis vom Flughafen empfehle ich die App InDrive – dort kannst du den Preis selbst verhandeln und sparst gegenüber normalen Taxis oft deutlich.
Solltest du die Küste mit eine Mietwagen bereisen wollen, empfehle ich dir direkt beim Flughafen in Agadir ein Auto auszuleihen. Das macht die Ankunft einfacher und die Preise sind deutlich günstiger als in Taghazout.

Die besten Restaurants in Taghazout
- J Cool
- Windy Bay Restaurant
- Taco Laden vor dem Atlantis Surf Shop
- Mazza Coffee
- Dar Josephine – immer eine lange Schlange, aber es lohnt sich
- Dfrost – bester Sundowner im Dorf
- Sozi Cookies – die besten Cookies der Reise


Die besten Unterkünfte in Taghazout
Die Unterkünfte in Taghazout sind schnell ausgebucht – besonders in der Hauptsurfsaison von November bis Februar. Frühzeitig buchen lohnt sich also definitiv.






