Die beste Aktivität in Albufeira: Coasteering

Was ist Coasteering überhaupt?

Coasteering ist eine andere Art, die Küste zu entdecken. Mit einem einfach Spaziergang hat diese Tour nicht viel gemein. Es wird gewandert, geklettert, geschwommen und natürlich auch von Klippen gesprungen. Dabei kommst du an Orte, die nur sehr schwer zu erreichen sind. In der Regel sind das tolle Höhlen oder kleine Inseln, auf die noch nicht viele Menschen ihren Fuß gesetzt haben. Der Nervenkitzel kommt nicht zu kurz, denn die Küstenlinien bieten tolle Spots, um von den Klippen zu springen. Coasteering ist rundum ein Ganzkörper-Workout und ein echtes Abenteuer.

Coasteering in Albufeira

Auch wenn ich die Tour durch meinen Job bei Albufeira Surf&SUP fast täglich gemacht habe, war sie für mich immer ein tolles Erlebnis. Jeder, mit dem ich geredet habe, war bisher von der Coasteering Tour begeistert. Ich bin der festen Überzeugung, dass diese Tour jeden Cent wert ist. Dennoch möchte ich noch einmal anmerken, dass dieser Beitrag in Kooperation mit Albufeira Surf&SUP entstanden ist. Außerdem habe ich mit meinen ehemaligen Chefs gesprochen und einen Promo-Code bekommen. Das bedeutet, wenn du die Tour oder andere Aktivitäten von Albufeira Surf&SUP online buchst, bekommst du mit dem Code „greenwaves“ 10% Rabatt und wir eine kleine Provision. Win-Win!

Infos zum Coasteering

  • Kosten: 40€ pro Person (-10% mit dem Code „greenwaves“)
  • Dauer: 2 Stunden
  • Treffpunkt: São Rafael Beach, Albufeira
  • Mindestalter: 14 Jahre
  • Was du benötigst: Du bekommst das komplette Equipment (Wetsuit, Rettungsweste, Schuhe, Handschuhe) gestellt. Du benötigst also nur deine Schwimmsachen, die du unter dem Wetsuit an lässt, und vielleicht ein Handtuch für nach der Tour.

Ablauf

Kurz vor Beginn der Tour triffst du dich mit deinem Tour-Guide bei der kleinen Holzhütte an dem Parkplatz vom São Rafael Beach. Dort bekommst du alles Notwendige erklärt und wirst außerdem mit dem kompletten Equipment ausgestattet. Sobald sich alle umgezogen haben, startet die zweistündige Tour. Die Tour endet, wo sie angefangen hat. Du kannst also deine restlichen Sachen problemlos vor Ort lassen. Ich möchte hier noch nicht zu viel vorwegnehmen, damit alles was in der Tour passiert eine Überraschung für dich ist. Wenn du allerdings noch unentschlossen bist, kannst du gerne weiterlesen und ich erzähle dir genau, wie eine Tour abläuft.

Was genau erwartet mich beim Coasteering in Albufeira?

Spoilerwarnung! Wenn du nicht genau wissen möchtest, was dich erwartet, solltest du nicht mehr weiterlesen.

Auf zum ersten Sprung

Nachdem sich alle an dem Parkplatz von São Rafael umgezogen haben, geht es direkt los. Den Wetsuit bloß bis zur Hüfte angezogen wird erst einmal gewandert. Schon schnell wird mir klar, warum ich den Wetsuit noch nicht ganz anziehen sollte. Es wird richtig warm. Über kleine Pfade in dem Sandgestein geht es auf und ab und wir entfernen uns immer weiter vom São Rafael Beach. Immer wieder haben wir einen tollen Blick auf den schönen Badestrand, aber es geht auch immer höher auf die Klippen hoch. Das sieht mittlerweile ganz schön hoch aus, denke ich mir. Vor allem, als es auf einmal rechts von mir steil nach unten geht. Langsam taste ich mich an den Abgrund und kann nicht mal den Boden vor lauter steilen Felsen sehen. Dabei witzelt der Instructor noch, dass das der erste Sprung sei. Jeder schaut einmal besorgt in die Tiefe und hinterfragt seine Entscheidung heute bei dem Coasteering teilgenommen zu haben. Wir wandern weiter und kommen schon bald auf eine Landzunge hinaus, an deren Ende der Instructor schon auf uns wartet. Wir stellen uns im Kreis auf und wir gehen das Equipment und die richtige Sprungtechnik noch einmal durch. Bis jeder seinen Helm und Schwimmweste richtig eingestellt hat, vergeht etwas Zeit. Schon bald ist jeder bereit für den ersten Sprung.

Ein toller erster Strand

Der erste Sprung ist für die ganze Gruppe noch kein Problem. Auch wenn manche kurz zögern, springt jeder die etwa 3m hohe Klippe runter. Ein guter Anfang und perfekt, um die richtige Technik etwas zu verinnerlichen. Das Wasser ist zu Beginn noch sehr kühl, doch nach ein paar Schwimmbewegungen fängt der Wetsuit zu arbeiten an und es wird angenehm warm. Sobald alle im Wasser sind, kommt auch der Guide hinterher gesprungen und wir werden direkt durch eine tolle Höhle geführt. Je nach Wellengang kann man dort ganz schön hin- und hergespült werden. Heute ist es aber etwas ruhiger und wir durchqueren die Höhle ohne Probleme. Auf der anderen Seite angekommen, kann ich schon den Strand sehen, an dem wir wohl gleich wieder aus dem Wasser gehen. Der Guide erklärt uns, dass sich unter der Oberfläche einige Felsen befinden und der sicherste Weg zum Strand ganz an der rechten Seite entlang einer Felswand ist. In einer Reihe folgen wir also dem Guide und kommen problemlos am Strand an. Dort angekommen bemerke ich erst, wie toll es hier eigentlich ist. Der kleine Strand hat keinen einzigen Besucher und direkt über uns thront ein riesiges Sandsteintor, das aussieht wie ein Mensch der dort steht. Ein unglaublicher Anblick und wahrscheinlich der beste Ort, um noch einmal sein Equipment zu checken.

Die heutige Spielwiese

Nachdem jeder noch einmal das Equipment überprüft hat, geht es durch das große Menschentor hindurch und direkt dahinter steil einen im Sandstein ausgelaufenen Weg hoch. Das kühle Wasser von eben ist gleich wieder vergessen, denn auf dem kurzen Stück fange ich schon wieder das Schwitzen an. Unser Guide führt uns über Treppen hoch und runter immer entlang der Küste. Nach einer etwa 5 minütigen Wanderung entlang der traumhaften Algarve kommen wir zu einer Plattform, wo wir auf alle warten. Vor uns liegt unsere heute Spielwiese, erklärt der Guide. Wenn ich mir aber die Felsen und Felswände hier so anschaue, weiß ich noch nicht, wie wir dort hoch und wieder runterkommen sollen. Ein großer Felsen ragt aus dem Wasser und die ersten 4-5m gehen nur senkrecht nach oben. Der kleinere Felsen weiter hinten sieht erklimmbar aus, aber wie kommen wir wieder an Land? Die Küste hat diese typischen Sandsteinklippen, für die die Algarve so bekannt ist. Eine mindestens 5m senkrechte Felswand muss man hochklettern, um wieder Festland unter den Füßen zu haben. Doch es bleibt keine Zeit, mir darüber große Gedanken zu machen. Wir sollen von der nächsten Klippe springen. Diese ist ähnlich wie die erste und gibt jedem die Möglichkeit, an der Sprungtechnik ein weiteres mal zu feilen. Ohne Probleme springt auch hier die ganze Gruppe in das Meer.

Es wird spaßig

Wir warten kurz auf alle Teilnehmer und schwimmen dann direkt auf den riesigen Felsen mitten im Meer zu. Keine Ahnung wie ich da hochkommen soll. Ich war zwar schonmal klettern, aber hier geht es senkrecht nach oben und ich kann keinen einzigen guten Griff erkennen. Glücklicherweise führt uns der Guide etwas um den Felsen herum und dort kann ich schon eine Stelle erkennen, die erklimmbar aussieht. Über eine kleine Stufe geht es in eine Art Schüssel, von der ich problemlos auf den Felsen hochklettern kann. Erst oben angelangt bemerke ich, dass wir schon einige Meter geklettert sind und über einen Weg entlang des Felsen geht es noch höher. Wir kommen an dem Ende des Felsens an und stehen bestimmt auf 7 oder 8 Metern Höhe. Das Wasser ist klar und man kann Felsen in der Tiefe erkennen. Dort sollte wir wohl besser nicht drauf springen. Der Guide zeigt uns genau wo wir hinspringen sollen und zählt jeden einzelnen von uns runter. Das Zählen hilft um die Angst vor dem Sprung zu nehmen und so trauen sich wirklich alle die Klippe hinunter zu springen. Der Flug ist länger als erwartet, aber unten angekommen jubelt jeder und das angestaute Adrenalin tut sein übriges. Was ein Spaß!

Welchen Trick machst du?

Als alle im Wasser sind, wird noch einmal etwas gefeiert. Jeder hat den Sprung gewagt und wir sind bereit für den nächsten Sprung. Es geht zu dem kleinen Felsen, der wirklich jämmerlich im vergleich zu dem Monster, dass wir gerade bezwungen haben, aussieht. Man mag es zwar nicht glauben, aber es ist tatsächlich schwieriger dieses Sternchen hoch zu klettern, als den großen Felsen. Unser Guide meint nur, dass das eine gute Einstimmung für den letzten Klettersteig sei. Nachdem alle auf dem kleinen Felsen Platz gefunden haben, schießen wir ein paar Gruppenfotos zur Erinnerung. Danach darf jeder seinen besten Trick vorführen. Aus Sicherheitsgründen sind Tricks nur von diesem Felsen erlaubt. Vorwärts- und Rückwärtssaltos, Köpfer der eine elegante Drehung, es ist von allem etwas dabei. Manche springen sogar mehrmals. Welchen Trick machst du?

Die Wand

Von dem kleinen Spaßfelsen schwimmen wir wieder direkt auf die Steilküste zu. Mir hat sich immer noch nicht erschlossen, wie wir diese Wand hochkommen sollen. Teilweise sogar überhängend geht es bestimmt 5 Meter nach oben und wir haben keine Sicherung oder irgendwas. Zum ersten mal geht der Guide nicht vor, sondern weist uns vom Wasser aus ein und sagt uns genau, wo wir hintreten sollen. Der erfahrenste Kletterer aus der Gruppe soll anfangen. Unter der Leitung des Guides lässt der erste Freiwillige diese Wand tatsächlich eher leicht erscheinen. Doch der nächste Kandidat holt uns auf den Boden der Tatsachen zurück. Es dauert deutlich länger und wir können alle die zitternden Knie sehen. Scheint wohl doch etwas anstrengender und beängstigender zu sein. Dann bin auch schon ich an der Reihe. Ich habe mir versucht die Schritte und Griffe der ersten beiden einzuprägen, doch sobald ich an der Wand bin ist alles vergessen. Der Guide korrigiert immer wieder meinen Stand oder wo ich als nächste Greifen soll. Mit der Hilfestellung ist die Wand zwar nicht einfach aber definitiv machbar. Oben angekommen, kann man stolz auf die gekletterten Meter zurückblicken.

Was ein Abschluss

Die Wand, die unüberwindbar aussah, haben tatsächlich alle gemeistert. Der Guide kommt als letztes die Klippe hoch und fragt, ob wir bereit für den finalen Sprung seien. Begeisterung sieht anders aus. Von dem Klettersteig geht es an der Küste entlang noch höher, bis wir zu einem Plateau kommen, das wie fürs Springen in den Fels geschlagen aussieht. 9-10 Meter geht es da in die Tiefe und die Meisten wollen gar nicht erst runterschauen. Augen zu und durch lautet die Devise. Also stellen wir uns auf und wieder zählt der Guide jeden von uns runter. Einer nach dem Anderen springt. Wir sehen den jeweiligen nur hinter der Klippe verschwinden und erst nach einer gefühlten Ewigkeit kommt das Geräusch vom Auftreffen auf der Wasseroberfläche. Als ich dran bin, fokussiere ich mich nur auf das Zählen das Guides und bei "Go" gibt es kein Zögern mehr. Ich renne los und werfe mich die Klippe hinunter. Beim Fallen entweichen mir noch mehrere "WOW's" und nach viel zu langer Zeit treffe ich auf die Wasseroberfläche. Ich tauche sehr gut ein und bin trotz Schwimmweste tief im Wasser drinnen. Mit einem Zug geht es wieder nach oben und dann bin ich einfach nur froh, es getan zu haben. Ein Unglaubliches Gefühl!

Noch eine Überraschung

Einer nach dem Anderen stürzt sich die Klippe hinunter, aber dieses mal kommt nicht die komplette Gruppe. Einigen war es doch zu hoch, sie bleiben bei dem Fotografen an Land zurück. Für die Restlichen im Wasser stellt sich jetzt aber die Frage, wie sie dort wieder hinkommen. Ein weiteres mal die Wand hochklettern? Zum Glück führt uns der Guide weg von der Wand und vor uns taucht eine riesige Höhle auf, die wir durchqueren. Durch Rizzen und Löcher kommen Sonnenstrahlen in die Höhle und das Wasser hat eine der schönsten Farben, die ich je im Meer gesehen habe. Aber es erschließt sich mir immer noch nicht, wie wir wieder aus dem Wasser kommen sollen. Überall geht es mindestens 10 Meter nach oben. Doch als wir aus der Höhle rauskommen befindet sich eine weitere Höhle direkt zu unserer Linken. Dahinter kann ich schon einen kleinen Strand sehen. Wie gedacht schwimmen wir durch diese Höhle und kommen an einem der schönsten Spots der Algarve an. Umringt von meterhohen Sandsteinklippen liegt eine kleine Lagune mit einem traumhaften Strand. Kaum Leute haben sich hierhin verirrt, obwohl es berauschend schön ist. Die ganze Gruppe ist mit den Eindrücken komplett überfordert und genießt einfach nur den Anblick. Was eine Überraschung für das Ende und ein perfekter Ort, um die Tour zu beenden. Es werden noch mehr Fotos geschossen und langsam machen wir uns dann auf den Rückweg. Nach etwa einer 10 minütigen Wanderung kommen wir wieder an unserem Ausgangspunkt an und wirklich alle Teilnehmer sind total begeistert. Was für unglaubliche Tour. Eine wirkliche Empfehlung!

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Autor

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Ich heiße Julian, aber du kannst mich gerne Jules nennen. Ich liebe es zu reisen und alles mit meiner Kamera festzuhalten. Ich freuen mich riesig, dass du bei uns vorbeischaust und wünschen dir viel Spaß beim durchstöbern des Blogs!

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