Spanien hat mich lange nicht so begeistert wie andere Reiseziele – bis ich wirklich dort war. Andalusien, Teneriffa, die lebhaften Städte mit ihrer Tapas-Kultur und dem südlichen Lebensgefühl: Spanien ist ein Land, das man erleben muss, um zu verstehen, warum es Jahr für Jahr zu den meistbesuchten Ländern der Welt gehört. Und das Beste: Es gibt hier so viel zu entdecken, dass selbst mehrere Reisen kaum reichen.
Auf einen Blick
🇪🇸 Spanien – Schnellübersicht
🌤️ Beste Reisezeit
März – Juni & Sept – Nov
(Kanaren: ganzjährig)
💵 Währung & Kosten
Euro (€)
Budget: ca. 60–100 € / Tag
✈️ Einreise
Kein Visum für EU-Bürger
Schengen-Raum
🌍 Sprache & Besonderheit
Spanisch (+ Katalanisch, Baskisch)
Tapas, Siesta & Fiestas
Rundreise
Spanien Reise planen: Tipps & Routen
Spanien ist größer als viele denken – und vielfältiger sowieso. Das Festland, die Balearen, die Kanaren: Jede Region fühlt sich fast wie ein eigenes Land an. Für einen ersten Spanien-Trip empfehle ich, eine Region zu wählen und diese wirklich zu erkunden, anstatt in zwei Wochen von Madrid über Barcelona nach Sevilla zu hetzen.
Andalusien ist für mich die spannendste Region Spaniens. Hier treffen maurische Architektur, weißgetünchte Dörfer, Flamenco und eine der besten Tapas-Kulturen der Welt aufeinander. Meine Andalusien Rundreise gibt dir eine fertige Route mit allen wichtigen Stopps an die Hand.
Zur Absicherung für deine Reise lohnt sich eine gute Auslandskrankenversicherung – besonders wenn du Outdoor-Aktivitäten oder Wanderungen planst.
Beste Reisezeit für Spanien
Spanien hat je nach Region sehr unterschiedliches Klima:
Frühling (März–Juni): Die beste Reisezeit für Andalusien und das spanische Festland. Angenehme Temperaturen, blühende Landschaften und deutlich weniger Touristen als im Sommer. Sevilla und Granada sind im April und Mai besonders schön.
Sommer (Juli–August): Hochsaison an den Küsten – Mallorca, Costa del Sol und Barcelona sind dann brechend voll. Im Landesinneren kann es extrem heiß werden, Sevilla erreicht regelmäßig 40°C+. Die Kanaren hingegen profitieren im Sommer von angenehmen Atlantikwinden.
Herbst (September–Oktober): Meine Lieblingszeit für Spanien. Die Hitze ist weg, das Meer noch warm, die Preise sinken und die Orte atmen wieder. Ideal für Wanderungen und Städtetrips.
Kanaren (ganzjährig): Teneriffa, Gran Canaria und Lanzarote haben dank ihrer Lage vor der afrikanischen Küste das ganze Jahr über mildes Klima – 20–25°C selbst im Winter. Ein perfektes Reiseziel auch in den Wintermonaten.
Mein Tipp: April/Mai für Andalusien, Oktober für die Küsten und Städte, Winter für die Kanaren.
Spanien nach Regionen entdecken
Andalusien: Das Herzstück des südlichen Spaniens und für mich eine der schönsten Regionen Europas. Vier Städte, die jede für sich einen Trip wert sind – und zusammen als Rundreise ein unvergessliches Erlebnis. In Sevilla beeindruckt die Kathedrale und die Alhambra der Flamenco-Atmosphäre. Granada ist Heimat der weltberühmten Alhambra – eines der schönsten maurischen Bauwerke der Welt. Málaga überrascht mit einer lebhaften Kulturszene und traumhafter Altstadt. Und Cádiz – die älteste Stadt Westeuropas – liegt auf einer Halbinsel umgeben vom Atlantik und ist bei Reisenden noch immer ein echter Geheimtipp. Die komplette Route mit allen Tipps findest du in meiner Andalusien Rundreise.
Teneriffa & die Kanaren: Teneriffa ist mehr als nur Pauschalurlaub. Der Teide (3.715 m) ist der höchste Berg Spaniens und bietet eine Mondlandschaft, die ihresgleichen sucht. Dazu kommen schwarze Lavastrände, grüne Lorbeerwälder im Norden und eine pulsierende Gastro-Szene. Was du auf keinen Fall verpassen solltest, zeigt dir mein Artikel über die 10 besten Unternehmungen auf Teneriffa – und die 9 schönsten Orte der Insel helfen dir bei der Routenplanung.
Barcelona & Katalonien: Gaudí, Tapas-Bars, das Barceloneta-Strand, Picasso-Museum – Barcelona ist eine der energie-geladensten Städte Europas. Mindestens 3 Tage einplanen, gerne mehr.
Madrid: Die Hauptstadt ist unterschätzt. Weltklasse-Museen (Prado, Reina Sofía, Thyssen), endlose Tapas-Bars, Parks und eine Nachtkultur, die ihresgleichen sucht. Ideal als Einstieg oder Abschluss einer Spanien-Reise.
Mallorca & Balearen: Mehr als Ballermann. Der Norden Mallorcas mit der Tramuntana-Gebirge, die Calas im Osten und die Altstadt von Palma sind absolute Highlights – und im Mai oder Oktober nahezu touristenfrei.
Kultur, Essen & Lebensart
Spanien lebt langsamer – und das ist eine echte Qualität. Die Siesta ist in manchen Regionen noch gelebte Realität, das Abendessen beginnt selten vor 21 Uhr und Tapas sind keine Vorspeise, sondern eine Lebensweise. In Granada bekommt man zu jedem Getränk noch immer kostenlose Tapas – ein Brauch, den ich sehr zu schätzen gelernt habe.
Kulinarisch ist Spanien auf Weltklasse-Niveau: Jamón Ibérico, frische Meeresfrüchte, Gazpacho, Paella, Churros con Chocolate und eine der besten Weinregionen Europas (Rioja, Ribera del Duero). Wer Street Food und lokale Märkte liebt, ist hier im Paradies.
Flamenco, Stierkampf, Fußball – Spanien lebt seine Traditionen lautstark und mit Leidenschaft. Fiestas wie die Semana Santa in Sevilla oder die Feria de Abril sind kulturelle Erlebnisse, die man so nur hier findet.
Praktische Tipps für Spanien
Anreise: Viele Direktflüge aus Deutschland nach Madrid (MAD), Barcelona (BCN), Málaga (AGP), Sevilla (SVQ) und auf die Kanaren. Billigflüge ab ca. 30–70 € sind keine Seltenheit.
Fortbewegung: Hochgeschwindigkeitszüge (AVE) verbinden Madrid mit Barcelona, Sevilla und anderen Großstädten sehr schnell. Für Andalusien oder Teneriffa ist ein Mietwagen empfehlenswert, um flexibel zu sein.
Kosten: Spanien ist günstiger als Deutschland oder Frankreich. Ein Mittagsmenü kostet 10–14 €, ein Bier ab 2 €, Tapas am Tresen oft für kleines Geld. Touristenzentren wie Barcelona und Ibiza können jedoch teuer sein.
Sicherheit: Taschendiebstahl ist das häufigste Problem – besonders in Barcelona, Madrid und touristischen Gebieten. Auf Ablenkungs-Tricks achten und Wertsachen sichern.
Fazit: Spanien – südliches Lebensgefühl auf Weltklasse-Niveau
Spanien hat mich am Ende doch noch vollständig überzeugt. Es ist ein Land, das man mit allen Sinnen erleben muss: die Wärme der Sonne, den Duft von Tapas an der Bar um die Ecke, den Klang von Flamenco-Gitarren in einer engen Gasse Sevillas. Wer einmal wirklich in Spanien angekommen ist – nicht im Touristenhotel, sondern mitten im Leben – will nie wieder weg. Ich jedenfalls plane schon den nächsten Trip.


