Die Philippinen waren mein erstes großes Abenteuer in Asien – und der Grund, warum dieser Blog überhaupt existiert. Über 7.600 Inseln, türkisblaues Wasser, das ich bis dahin nur von Postkarten kannte, herzliche Menschen und eine Lebhaftigkeit, die mich sofort gepackt hat. Die Philippinen sind kein einfaches Reiseziel – Inlandsflüge, Fähren, Logistik – aber genau das macht sie so unvergesslich. Wer einmal dort war, will fast immer zurück. Ich war es zweimal, und ich weiß, dass es nicht das letzte Mal war.
Auf einen Blick
🇵🇭 Philippinen – Schnellübersicht
🌤️ Beste Reisezeit
Januar – Mai
(Trockenzeit, je nach Insel variabel)
💵 Währung & Kosten
Philippinischer Peso (PHP)
Budget: ca. 35–65 € / Tag
✈️ Visum
Visa on Arrival (30 Tage, kostenlos)
Verlängerung auf 59 Tage möglich
🌍 Sprache & Religion
Filipino & Englisch
Überwiegend römisch-katholisch
Reiseroute
Philippinen Reise planen: Tipps & Routen
Bei über 7.600 Inseln ist Planung das A und O – aber auch das Schwierigste. Die ehrliche Wahrheit: Eine Patentroute gibt es nicht. Die Philippinen sind so vielfältig, dass jeder seinen eigenen Weg finden muss. Was ich sagen kann: Ein Monat ist das Minimum, um wirklich anzukommen und mehr als nur die Oberfläche zu kratzen.
Die klassische Route führt über Manila nach Coron, von dort per Bootstour nach El Nido, weiter nach Siargao und zurück über Cebu oder Manila. In meiner Philippinen Reiseroute für einen Monat habe ich genau diese Strecke detailliert beschrieben – mit allen wichtigen Stopps, Tipps und Zeitplanung. Für die komplette Vorbereitung hilft mein Artikel zur Reiseplanung für die Philippinen, der Visum, Fortbewegung und Kosten abdeckt.
Unbedingt mitbringen: eine gute Auslandskrankenversicherung. Auf abgelegenen Inseln ist die medizinische Versorgung begrenzt – im Ernstfall kann eine Evakuierung teuer werden.
Beste Reisezeit für die Philippinen
Die Philippinen haben ein tropisches Klima – warm und feucht das ganze Jahr über. Die Regenzeiten variieren jedoch stark von Insel zu Insel:
Trockenzeit (Januar–Mai): Die beste Reisezeit für den Großteil der Philippinen. Blauer Himmel, ruhige See, ideale Bedingungen für Tauchen, Snorkeln und Islandhopping. Februar bis April ist mein persönlicher Favorit.
Regenzeit (Juni–Oktober): Taifun-Saison. Besonders der Norden und die Ostküste können von schweren Stürmen getroffen werden. Reisen ist möglich, aber mit mehr Flexibilität und Risiko verbunden.
Siargao-Ausnahme: Siargao hat sein eigenes Mikroklima – die Regenzeit fällt hier auf November bis Februar, die Surfwellen sind aber gerade dann am besten. Wer surfen will, reist im August oder September.
Mein Tipp: März und April sind ideal – Trockenzeit auf fast allen Inseln, Wasser kristallklar, und die großen Feiertage (Ostern) sind vorbei.
Die Philippinen nach Inseln entdecken
Coron (Palawan): Der perfekte Einstieg. Coron ist bekannt für glasklare Lagunen, spektakuläre Wracktauchgänge aus dem Zweiten Weltkrieg und den Startpunkt einer der besten Bootstouren der Welt. Was du hier erlebt haben solltest, habe ich in meinem Coron Reiseführer zusammengefasst.
El Nido & die Bootstour von Coron: Die mehrtägige Bootstour von Coron nach El Nido ist für mich eines der besten Reiseerlebnisse überhaupt – vier Tage ohne Netz, einsame Inseln, türkisblaues Wasser und Riffe, die die Farben springen lassen. El Nido selbst ist mit seinen Kalksteinfelsen und Lagunen atemberaubend schön. Alle Infos gibt es in meinem El Nido Reiseführer.
Siargao: Meine Lieblingsinsel auf den Philippinen. Siargao ist vor allem für den legendären Surfspot Cloud 9 bekannt, hat aber weit mehr zu bieten: Islandhopping-Touren zu winzigen Inselchen, Mangrovenwälder, Lagunen und eine entspannte Atmosphäre, die einen schnell nicht mehr loslässt. Der vollständige Siargao Reiseführer gibt dir alles, was du brauchst.
Siquijor: Die mystische „Insel der Hexen“ ist ein echter Geheimtipp. Traumhafte Strände, türkisfarbene Wasserfälle wie die Cambugahay Falls, Klippenspringen am Salagdoong Beach und eine Atmosphäre, die sich deutlich von den touristischeren Inseln unterscheidet. Was du hier unbedingt machen solltest, findest du in meinem Siquijor Reiseführer.
Malapascua: Nur 1,6 km² klein, aber eine der besten Tauchdestinationen der Welt. Der Grund: Fuchshaie – nirgendwo sonst kann man sie so zuverlässig in freier Wildbahn beobachten. Dazu kommen bunte Riffe und kristallklares Wasser. Alles dazu in meinem Malapascua Reiseführer.
Cebu & Umgebung: Cebu City ist ein praktischer Knotenpunkt für den Mittleren Visayas-Bereich. Von hier aus sind Malapascua, Siquijor und weitere Inseln gut erreichbar. Moalboal und das Canyoning in Kawasan Falls sind absolute Highlights.
Kultur, Essen & Lebensart
Die Philippinen sind das einzige mehrheitlich christliche Land in Südostasien – ein kolonialer Einfluss der Spanier, der das Land über Jahrhunderte geprägt hat. Kirchen dominieren die Dorfzentren, Fiestas und religiöse Feste sind gesellschaftliche Großereignisse, und die Herzlichkeit der Filipino ist sprichwörtlich – und absolut echt.
Das Essen ist einfach, günstig und regional sehr verschieden. Adobo (Fleisch in Essig und Sojasauce geschmort), Sinigang (saure Suppe), frische Meeresfrüchte direkt vom Grill und Halo-Halo (buntes Dessert mit Crushed Ice) sind die Klassiker. In touristischen Gebieten gibt es gut ausgebaute westliche Infrastruktur – auf abgelegenen Inseln lebt man spartanischer, aber authentischer.
Praktische Tipps für die Philippinen
Visum: Deutsche Staatsangehörige erhalten bei Einreise ein kostenloses Visa on Arrival für 30 Tage. Verlängerung auf 59 Tage beim Bureau of Immigration für ca. 50 € möglich.
Fortbewegung: Inlandsflüge mit Cebu Pacific oder AirAsia sind günstig und die schnellste Option. Fähren verbinden die Inseln günstiger, aber langsamer. Auf den Inseln selbst ist ein Roller die beste Art zu reisen – aber nur mit Erfahrung und immer mit Helm.
Kommunikation: Englisch wird nahezu überall gesprochen – die Kommunikation ist so einfach wie sonst kaum in Asien.
Sicherheit: Die Philippinen sind für Reisende weitgehend sicher. In Manila auf Taschendiebstahl achten, auf den Inseln auf Strömungen beim Schwimmen. Einige südliche Regionen rund um Mindanao sollte man meiden – immer aktuelle Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes checken.
Fazit: Philippinen – 7.600 Gründe zurückzukommen
Kein anderes Reiseziel hat mich so geprägt wie die Philippinen. Es war der Auslöser für diesen Blog, für meinen Hunger nach Reisen und für die Überzeugung, dass die Welt weit größer und schöner ist, als man sich vorstellt. Die Inseln, das Wasser, die Menschen – es ist ein Land, das einen nicht loslässt. Ich war zweimal dort und bin mir sicher: Es war nicht das letzte Mal.


