Anmerkung: Da wir auf Malapascua erst unsere Tauchscheine gemacht haben, konnten wir von einigen Tauchplätzen keine Fotos für dich schießen. Wir haben trotzdem versucht dir schöne Bilder rauszusuchen. Bei unseren nächsten Tauchgängen bekommst du natürlich Fotos von uns. Versprochen! :)

Wie komme ich nach Malapascua?

Malapascua ist eine sehr kleine Insel im Norden von Cebu. Vermutlich wirst du wie wir in Cebu City ankommen. Von dort hast du zwei Möglichkeiten um nach Maya zu gelangen, von wo aus dich eine Fähre nach Malapascua bringt.

Taxi oder Van: Wenn du in einer größeren Gruppe reist, kann es ganz angenehm sein, einen Van oder ein Taxi zu mieten und die 4-stündige Fahrt mit einem gesprächigen Philippino zu verbringen. Diese Variante ist aber nicht ganz billig. Die Kosten können hier zwischen 2500 und 3500 Pesos liegen.

Bus: Die deutlich billigere Variante ist der Bus. Vom nördlichen Busbahnhof in Cebu City bringt dich ein Bus für gerade einmal 170 Pesos nach Maya-Bagay. Die Busse fahren tagsüber alle 30 Minuten.

In Maya werdet ihr den wahrscheinlich unspektakulärsten Hafen eures Lebens sehen. Vor Ort bucht ihr dann für 20 Pesos pro Person/Gepäckstück die Überfahrt nach Malapascua. Eine Banka bringt euch dann in ca. 40 Minuten nach Malapascua.

Malapascua Bootsfahrt auf Sonnenaufgang zu

Tauchen lernen auf Malapascua

Du wolltest schon immer mal einen Tauchschein machen? Malapascua ist einer der besten Spots auf den Philippinen, vielleicht sogar auf der ganzen Welt. Das Wasser hat eine angenehme Temperatur und die Sicht unter Wasser könnte nicht besser sein. Perfekte Bedingungen also für Anfänger. Die Tauchschulen vor Ort sind bestens ausgerüstet und haben meist einen deutschen Tauchlehrer. Wir haben uns dennoch dafür entschieden, den Kurs auf Englisch zu machen, um die Fachbegriffe zu lernen. Trotzdem war es hilfreich, bei einem deutschsprachigen Tauchlehrer das Ein oder Andere nachzufragen. Für uns hätte der Tauchkurs nicht besser laufen können.

Tauchkurs Kosten

Kosten für Open Water Diver: ca. 350€

Kosten für Advanced Open Water Diver: ca. 290€

Kosten für beide Kurse zusammen: ca. 600€

Wir haben die ersten zwei Standard-Tauchkurse von PADI gemacht. Also den Open Water Diver und den Advanced Open Water Diver. Für beide Kurse zusammen haben wir knapp 600€ gezahlt. Alle Preise auf der Insel lagen irgendwo in diesem Bereich. Wir können dir auf jeden Fall empfehlen, beide Kurse zu machen, da du den Tieftauchgang für das Highlight auf Malapascua benötigst 😊

(Hier kannst du bei unserer Tauchschule die Preise und Kurse auschecken 😊)

Die meisten Tauchschule bieten auch ein Internship an. Also ein Praktikum, bei dem du über 4 Wochen fast alle Tauchkurse und natürlich unzählige Tauchgänge machst. Wir fanden das Konzept ziemlich cool und hatten noch nie davon gehört, deshalb geben wir die Info mal weiter, vielleicht hast du ja Interesse 😊

zu den Tauchkursen

Open Water (ca.350€)

In 4 Tauchgängen und einigen Theorievideos bekommst du die Grundlagen des Tauchens beigebracht. In diesen 350€ ist alles im Bereich Tauchen inklusive. Das heißt Tauchlehrer, Tauchausrüstung, Bootspreis und natürlich die Testgebühren. Mit der Open Water License darfst du dann bis in 18 m Tiefe tauchen und bekommst einen tollen ersten Einblick in die Tauchwelt.

Advanced Open Water (ca.290€)

Beim Advanced Open Water wird dein Wissen erweitert. Du hast 2 Pflichttauchgänge (Tieftauchen und Unterwasser Navigation), wobei der Tieftauchgang auch das Highlight enthält 😊 Bei 3 weiteren Tauchgängen kannst du aus einer Reihe von verschiedenen Optionen wählen. Wir haben uns für einen Nachttauchgang, ein Wracktauchgang und ein Schwimmfähigkeitstauchgang entschieden. Für uns waren all diese Tauchgänge unvergesslich und auf Malapascua ist ein Tieftauchgang dringend zu empfehlen.

Die besten Tauchgänge bei Malapascua

Malapascua hat eine vielzahl von unglaubichen Tauchspots zu bieten. Wir haben dir hier mal die besten aufgelistet.

Dona Marylin

In ca. 18 Metern Tiefe erstreckt sich ein 90m langes Wrack das 1982 bei einem Taifun gesunken ist. Bis in eine Tiefe von 32m kannst du das Wrack und die Unterwasserwelt, welche sich im Laufe der Zeit um das Wrack entwickelt hat, erkunden. Von schwarzen Korallen über Fische bis hin zu Nacktschnecken kannst du hier alles entdecken. Mit viel Glück siehst du sogar einen Weisspitzenriffhai oder einen Rochen.

Zwei Taucher die in ein Schiffswrack Beil Malapascua tauchen

Lighthouse

Kurz vor der Küste von Malapascua ist dieser super Spot für Nachttauchgänge. In dem Strahl deiner Taschenlampe kannst du Seepferdchen, Moränen, Drachenköpfe und Anglerfische entdecken.

Gato Island

Eine vollkommen intakte Unterwasserwelt ist schwer zu finden. Rund um Gato Island ist das Fischen verboten und dementsprechend bunt und artenreich ist das Treiben dort. Gato Island bietet verschiedene Tauchplätze, wobei das Highlight der Gato Cave ist. Dort hast du die Möglichkeit durch eine Unterwasserhöhle durchzutauchen. Aber Vorsicht! Du solltest vorsichtig sein und die dort schlafenden Haie nicht wecken 😊

Das Highlight: Tauchgang mit Fuchshaien/Drescherhaien

Wie man wahrscheinlich schon überall gesehen hat, dreht sich bei Malapascua alles um den Fuchshai, der auch als Drescherhai bekannt ist. Leute aus aller Welt kommen hierher, nur um einmal einen Blick auf diese Haiart zu bekommen.

Dieser Hai ist so besonders, weil sein Lebensraum für Menschen kaum zugänglich ist. Der Hai lebt die meiste Zeit in einer Tiefe von über 350m. Das bedeutet, eigentlich gibt es keine Chance da runter zu tauchen. Kurz vor der Küste von Malapascua hast du aber extrem gute Chancen, den Fuchshai zu sehen, weil er für einen Waschgang bis knapp unter die Wasseroberfläche hochkommt. Dort warten nämlich Putzerfische, die die Haie von Schädlingen befreien. Der Hai taucht also auf, posiert kurz in einer Waschstraße für ein Foto, bevor es wieder in die Tiefe geht. Die Chancen genau diesen Hai zu sehen sind deshalb in Malapascua am höchsten.

Der Tauchgang

Die Haie sind Frühaufsteher, also mussten wir ebenfalls früh aus den Federn. Noch etwas verschlafen ging es gegen 4 Uhr zur Tauchschule, wo uns unser Tauchlehrer mit einem breiten Grinsen bereits erwartete. Die Tauchlehrer freuen sich auf diesen Tauchgang fast genauso sehr wie die Touristen. Zurecht! Nur kurz die Ausrüstung checken und schon geht’s ab aufs Boot. Die Fahrt zum Tauchplatz Monad Shoal dauert knappe 30 Minuten. Langsam ging die Sonne auf und hüllte die wenigen Schiffe in ein funkelndes Licht. Schnell noch in die Ausrüstung schlüpfen, alles nochmal sorgfältig prüfen, und dann ging es endlich runter. Der Tauchgang an sich ist schon traumhaft. An einem bunten Korallenriff entlang ging es immer weiter runter. In einer Tiefe von ca. 18m konnten wir dann plötzlich eine Art Unterwasserstrand erblicken. Dort lagen auch schon einige Taucher und blickten in die Ferne in der Hoffnung, eine Bewegung irgendwo zusehen. Wir legten uns dazu und ein etwas mulmiges Gefühl überkam mich. Das würde meine erste Begegnung mit einem Hai sein, ein paar Meter vor mir, wo dieser „Strand“ endet, geht es mehrere hundert Meter runter und dazu noch fast 20 Meter unter Wasser. Leicht gruselig aber auch verdammt cool. Einige Minuten vergingen, ohne dass sich etwas rührte und ein paar Taucher mussten schon wieder den Rückweg antreten. Auf einmal, wie aus dem Nichts, taucht ein Schatten aus dem Dunkel auf und wird immer größer. Die Markante Rückenflosse ließ keinen Zweifel. Ein Fuchshai. Er drehte seine Runde, nur ein paar Meter von uns entfernt. So schnell wie er aufgetaucht war, war er auch schon wieder verschwunden. Da tauchte schon der nächste Schatten auf. Diesmal etwas weiter entfernt. Danach blieb es längere Zeit ruhig. Der Druck in der Flasche wurde weniger und wir mussten uns bald auf den Rückweg machen. Da tauchte ein letztes Mal ein Schatten auf und präsentierte sich in seiner ganzen Pracht. Noch beeindruckt von diesen unglaublichen Tieren machten wir uns auf den Weg zum Boot. Das Riff wurde mittlerweile von der Morgensonne angestrahlt, aber man musste gerade erst einmal diesen tollen Eindruck verarbeiten.

(Eine schönen Überblick über alle Tauchplätze findest du hier)

(oder hier)

Über den Fuuchshai/Drescherhai

Der Fuchshai kann bis zu 7,5m lang werden. Dabei macht seine lange, markante Schwanzflosse fast 50% seine Körperlänge aus. Bei der Jagd kreist der Drescherhai seine Beute ein und betäubt diese mit einem schnellen Schlag seiner langen Schwanzflosse. Die so betäubten Fische muss er dann nur noch aufsammeln. Durch diese Fangmethode hat er übrigens auch seinen Namen erhalten

Bekannte Unfälle wurden bis jetzt immer stark vom Menschen verursacht. Der Fuchshai ist von fishbase sogar als harmlos eingestuft. Das liegt vor allem an dessen Fangmethode. Dabei hat er es hauptsächlich auf Schwarmfische wie Heringe oder Makrelen abgesehen. Die friedliche Art Menschen gegenüber machen diese Haiart also ideal für deinen Erstkontakt mit Haien.

Es gibt drei verschiedene Fuchshaiarten. Den gemeinen, den großaugen und den pelagischen Fuchshai. Letzteren triffst du auf Malapascua. Alle drei Fuchshaiarten sind im Bestand in den letzten 30-40 Jahren um über 90% gesunken, weshalb diese Haiart geschützt ist. Vor allem vom Shark Finning sind diese Haie betroffen, weil die außergewöhnliche Schwanzflosse hohe Preise auf dem Schwarzmarkt erzielt.

Was du sonst noch bei deinem Aufenthalt auf Malapascua beachten solltest

Malapascua hat keinen einzigen Geldautomaten. Nimm also lieber etwas mehr Geld mit. Die meisten Unterkünfte akzeptieren zwar Kreditkarte, aber es wäre dennoch ärgerlich nur wegen etwas Geld zurück aufs Festland zu müssen. (Wir haben noch einmal recherchiert und anscheinend gibt es mittlerweile zwei ATM’s in der Nähe von Ocean Vida bzw. den Seaexplorers. Zu dem Zeitpunkt wo wir auf Malapascua waren, gab es noch keine und die Infos sind noch nicht bestätigt, also nehmt lieber etwas zu viel als zu wenig Geld mit 😊)

Auf Malapascua gibt es einen tollen Markt, wo du auch sehr billig essen kannst. Frage aber nach, was du serviert bekommst, denn ich habe sehr schlechte Erfahrungen mit Hühnerinnereien gemacht.

In der Hochsaison sollte man eine Unterkunft im Vorhinein buchen, weil auf der kleinen Insel gut Betrieb ist. Die Haie locken Taucher aus aller Welt dorthin und dementsprechend voll ist es. Schau dich also rechtzeitig nach einer Unterkunft um 😊

Durch den zunehmenden Tourismus auf der Insel kommt auch mehr Müll auf die Insel bzw. ins Meer. Unser Tauchlehrer legte großen Wert darauf, den Ozean nach jedem Tauchgang etwas sauberer zu hinterlassen und hatte immer einen kleinen Beutel dabei, wo er den Müll gesammelt hat. Wir möchten euch dieses Bewusstsein hier einfach noch mit auf den Weg geben.

Exemplarisch dafür wurde bei unseren Tauchgängen genau ein Foto von uns beiden geschossen und darauf verdeckt eine Plastiktüte mein Gesicht…

Fazit

Malapascua ist für jeden begeisterten Taucher ein Muss. Bunte, endlose Riffe und tolle Sichtverhältnisse lassen das Taucherherz höherschlagen. Die Möglichkeit den Fuchshai zu sehen ist dann noch der Bonuspunkt, der die kleine Insel zu den besten Tauchspots der Welt macht. Auch für absolute Tauchanfänger, wie wir es waren, bietet die Insel tolle Tauchgänge. Wir haben unsere Zeit auf Malapascua unheimlich genossen und werden bei unserem nächsten Philippinenurlaub hier definitiv noch einmal vorbeischauen.

Hast du auch schon mal Fuchshaie sehen können? Was war dein schönstes Erlebnis beim Tauchen? Teile deine Erfahrungen und schreib sie in die uns in die Kommentare 😊

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Autor

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Ich heiße Julian, aber du kannst mich gerne Jules nennen. Ich liebe es zu reisen und alles mit meiner Kamera festzuhalten. Ich freuen mich riesig, dass du bei uns vorbeischaust und wünschen dir viel Spaß beim durchstöbern des Blogs!

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